Die "Weihe" wurde als freitragender Hochdecker mit Trapezflügeln und einer Spannweite von 18 m für Wettbewerb und Gruppenbetrieb entwickelt. Flügel zweiteilig, einholmige Bauweise mit drehsteifer Flügelnase.
Die Drehkräfte des Flügels werden am Rumpf mittels Nasenholm abgesetzt und so das schwere übliche Schulterstück gespart (Abb. I). . Die Untergurte werden mit zylindrischen Bolzen, die in den Buchsen "a" geführt werden, an dem Rumpfrohr "b" angeschlossen (Abb. 2a). Das Einrücken dieser Bolzen erfolgt gleichzeitig mit den Nasenholmbolzen ,,C". Beide Bolzenpaare auf Back- und Steuerbord-Seite liegen in einer Achse. Der Flügel kann beim Montieren auf den Boden gelegt und mittels der Stoßstange ,,d" und des Hebels "e"  eingerückt werden. Die Abb. 3 zeigt die eingehängten Flügel und die Schlitze für den Montagehebel. Die Querruderantriebshebel "f" werden mit den Stoßstangen "g" und die Bremsklappen-Stoßstange "h" mit dem entsprechenden Hebel an die Backbord-Fläche gekoppelt. Beim Hochheben der Flügel setzt sich der Querriegel "i" in die Hebel "k" und verbindet so die beiden Torsionswellen für den BK-Antrieb. Der obere Flügelbolzen wird dann durch die in Abb. 2 sichtbare Spindel eingekuppelt. Durch diesen Flügelzusammenschluß kann die Montage mit wenigen Männern sehr schnell durchgeführt werden.
Um einen guten Geschwindigkeitsbereich für Schnellflug zu bekommen, wurde das Profil Göttingen 549 bis zum Querruderbeginn verwendet, und nach außen wurde das Profil Göttingen 676 gestraakt. Die aerodynamische und geometrische Schränkung des Flügels beträgt 7º und die V-Stellung 2,5º. Trotz der dünnen Flügelschnitte wurde eine große Steifigkeit des Flügels erzielt (Biege-Schwingung 215 Min.). Die Dimensionierung des Hauptholmes erfolgte nach Steifigkeitsbetrachtung, so daß die Festigkeit des Holms über der geforderten der BVS liegt.
Für Wolkenflug und Landung sind DFS- Sturzflugbremsen eingebaut,  die die EndSturz-geschwindigkeit auf 190 km/h begrenzen, Sinkgeschwindigkeitebeträgt bei Slip und Ausfahren der BK 5 m/sek.    Der Rumpfaufbau ist normal. Die Fallschirmwanne um den Kofferraum leicht zugängig machen. In dem gleichen Raum sind die erforderlichen Verbände vorgesehen.um einen Wassertank mit Ablaßverschluß für 40 l aufzunehmen. Der Vorteil dieses Ballastes für die höheren Geschwindigkeitsbereiche zurErhöhung der Reisegeschwindigkeit ist bekannt.
Höhenleitwerk mit fester Flosse und - Ruder wird mittels einer Flügelschraube montiert und hierbei Höhenruder und ein vom Führer bedienbares Trimmruder gekuppelt.

Zwei Stück des Segelflugzeugmusters "Weiheu wurden vom Flugzeugbau Schweyer nach der Konstruktion von H. Jacobs, DFS, hergestellt und nehmen an der diesjährigen Rhön teil.
Zur Erzielung guter Flugeigenschaften wurde der Leitwerksabstand und damit der Rumpf verhältnismäßig lang ausgeführt, um Hoch- und Querachse wurden überraschend gute Stabilitätseigenschaften und um sämtliche Achsen sehr gute Wendigkeiten festgestellt. Vom aerodynamischen und statischen Gesichtspunkt aus gesehen. ist die Maschine formschön, zweckentsprechend und sicher aufgebaut.
Spannweite 18 m,  Fläche 182 m2, Seitenverhältnis  l : 18,
Flächenbelastung ohne Ballast 16,20 kg/m2, Flächenbelastung  mit Ballast 18,4 kg/m2,
Rüstgewicht mit B-Klappen 195 kg, Zuladung max. 140 kg,
Fluggewicht ohne Ballast 295 kg, Fluggewicht  mit Ballast  335 kg,
Gleitwinkel (rechnerisch) 1 : 29,
Sinkgeschwindigkeit (rechn.) 038 mlsec.   Geringstgeschwindigkeit 45 kmih.

DFS Weihe
Source ; Flugsport Nr 16 1938