


F.A.G. Chemnitz C 11 |
Die Maschine ist in der Gemischtbauweise ausgeführt. Flügel und Leitwerk in Holzbau,
Rumpf Stahlrohr. Wölbungsklappen. Der Flügel ist einholmig mit drehsteifer
Sperrholznase. die Stegrippen sind in ihrer ganzen länge mit Sperrholz
verleimt. An den Rippen sind die Querruder und klappen unmittelbar
ohne Zuhilfenahme eines Hilfsholms angehängt. Die Querruder sind geteilt, um
bei größeren Flügeldurchbiegungen gute Rudergängigkeit zu gewährleisten.
Die Querruder können zur Verminderung der Fluggeschwindigkeit um
15 Grad gleichsinnig nach unten ausgeschlagen werden, die Klappen,
unabhängig von der Anstellung der Querruder, um 30 Grad. mit dieser Stellung
der Querruder und Klappen läßt sich die Maschine mit
45 km/h noch einwandfrei kurven. Der Anschluß des Flügels an den Rumpf
erfolgt durch eine Dreipunktaufhängung. Der Stahlrohrrumpf ist durchweg aus
Rohren von 0,5 mm Wandstärke aufgebaut.. Einziehbare abgefederte
Kufe. Die Federung besteht aus einem EC-Federbein, wie es bei dem Typ Kl 25 verwandt wird. Dadurch können Sacklandungen bis zu 2,5 m/sek Sinkgeschwindigkeit ausgeführt werden. Man kann mit ausgefahrener Sturzflugbremse, die bei einer Geschwindigkeit von 70 km/h eine Sinkgeschwindigkeit von 5 m/sek ergibt, den Platz anschweben und dann die Maschine kurz abfangen . Die Maschine kommt aus 10 m Höhe nach 50 m zum Stehen Es hat sich im Flugbetrieb herausgestellt, daß diese Maschine,die mit den DFS-Bremsen ausgerüstet ist, sehr kurz gelandet werden kann. Höhenleitwerk anklappbar, so daß bei Transport die Montage des Höhenruders wegfällt. Seitenleitwerk ist als Junkers-Doppelflügel ausgeführt. Spannweite 16 m, Fläche 16 m2, Länge 6,30 m, Höhe 1,10 m bei eingefahrener Kufe, Rüstgewicht 195 kg, Fluggewicht 275 kg, Flächenbelastung 17 kg/m2. Seitenverhältnis 1 : 16. Errechnete Flugleistungen : Gleitwinkel 1 :26 bei 72 kmlh, Sinkgeschw. 0,68 m/sek bei 60 km/h Geringstgeschw. mit gezogenen Klappen und Querrudern 47 km/h. |

Source: Flugsport Nr 16 1938 and Der Sportflieger 1938 |