1 + 3 passenger plane built in 1924/25
Engine 1 Mercedes 150 hp
Dimensions Length 7.90 m, height 3.35 m, span 14.25 m, wingarea 27.00 m2, aspect ratio 7.5
Weights Empty 800 kg, fuel 90 kg, oil 10 kg, crew 75 kg, paying load 305 kg, flying weight 1280 kg
Loads Power 8.53 kg/hp, wingload 47.40 kg/m2, 4.74 hp/m2
Performance Max speed at sea level 150 km/h, cruising spedd at sea level 120 km/t, range 500 km,
Stahlwerk Mark R Va
1924 entstand auch eine Verkehrs-maschine unter der Bezeichnung RV a, mit der viele Versuche unter-nommen wurden, die aberzu keinem Erfoig fuhrten, da die Gebruder Rie-seler im Bau von Verkehrsflugzeu-gen keine ausreichende Erfahrun-gen hatten

1924 entstand auch eine Verkehrsmaschine unter der Bezeichnung RV a, mit der viele Versuche unternommen wurden, die aberzu keinem Erfoig fuhrten, da die Gebruder Rieseler im Bau von Verkehrsflugzeugen keine ausreichende Erfahrungen hatten. Über das Flugzeug liegen so gut wie keine technlschen Daten vor, jedoch em Flugbericht von Raab, der zeigt, mit weichen Schwierigkeiten die damaligen Flugzeugbauer, fur die der Verkehrsflugzeugbau Neuland war, zu kampfen hatten.

Am 28. Februar 1924 schrieb Raab:

,,Der Flug mit der RV von Breslau nach Berlin hat den Beweis geliefert, daB die Maschine in der jetzigen Bauart keine Verkehrsmaschine, sondern nur eine Maschine ist, die sich sehr gut zum Absolvieren von Platzflugen eignet, wofur man allerdings keinen Sondertyp zu bauen braucht. Schon vor Beginn des Baues habe ich die Gebruder Rieseler ermahnt, sich vorher mit Verkehrspiloten uber die beim Bau einer Verkehrsmaschine zu beachtenden Punkte in Verbindung zu setzten, was jedoch nicht geschah, sondern es wurde einfach darauflos konstruiert

Der Fuhrersitz Iiegt so, daB der Pilot gerade an der Stelle des Rumpfes sitzt, wo die Luftwirbel am heftigsten fuhibar werden. Trotz fester Brille hatte ich so wahrend des fast dreistündigen Fluges dauernd unter tranenden Augen zu leiden, was em fortwahrendes Beschlagen der Brille zur Folge hatte. Eine Orientierung ist nur moglich, wenn man die zu befliegende Strecke kennt. Es ist nur nach der linken Seite etwas zu sehen. Dies nützt naturlich sehr wenig, da man, urn das Gelande zu ubersehen, auch nach vorn und rechts sehen konnen muß. Dazu kommt, daß der Führer nicht im Druckmittelpunkt sitzt, was bei stark böigem Wetter Übelkeit hervorrufen und damit bei dem starken Luftzug sogar Erstickungsgefahr fur den Piloten bedeuten kann. Es ist ausgeschlossen, bei böigem Wetter die Maschine mit Knüppelsteuer zu hal-

ten, em Punkt, auf den ich die Gebruder Rieseler ebenfalls vorher aufmerksam gemacht habe; auch bei eingebautem Radsteuer wird man die Kiste nur schwer halten konnen, weil an der ganzen Maschine eben zuviel gebastelt und zu wenig konstruktiv gearbeitet worden ist.

Als wichtigstes Erfordernis muß zunächts der Fuhrersitz nach vorn und die Kabine (fur 3 Personen) nach hinten verlegt werden. Über die Art des Umbaues werde ich nach Beendigung des Fluges Berlin - Danzig - Konigsberg mit Betriebsleiter Duchéne und Dipi-Ing. Winter beraten. Urn auch noch em Urteil des Herrn Gnädig über die RV zu bekommen, werde ich Gnädig die Maschine von Berlin nach Konigsberg bringen lassen. Es läßt sich hoffentlich aus einer verbauten Maschine konstruktiv noch etwas herausholen, wenn zwei erfahrene Führer einen langeren Streckenflug damit ausgefuhrt haben und das Mittel aus den Erfah rungen beider Führer rer gezogen wird. Im jetzigen Zustande noch mehrere Maschinen zu verkaufen, wäre ein geschaftlicher Unsinn, der uns nur in Fliegerkreisen den Ruf einbringen wird, daß unsere RV nichts tauge. Weiter auf Fehler an der Maschine einzugehen, erachte ich nicht für notwendig, da die technischen Herren vom Flugzeugbau sich bereit erklart haben, die Urnkonstruktion der RV baldigst mit uns Piloten durchzusprechen.'

This is from Aerokurier 4/ 1971
Type WerkNr. Registration History
a 301 D-486 Belonged to Aero GmbH, Hamburg in Febr. 1928. Unregistered from July 1928.
  303 D-490 "Görlitz". One Daimler engine. Scrapped in April 1929